Die richtige Wahl bei Ihrem Investment

Steuern / Steuersparmöglichkeiten

Keine Kapitalanlage ohne die entsprechenden Hinweise zum Thema Steuern beziehungsweise Steuerersparnis. Leider hält der deutsche Staat bei jeder Kapitalanlage seine Hand auf, er möchte schließlich an den Gewinnen des Anlegers auch etwas mitverdienen – ob es ihm passt oder nicht.

Wie bei anderen Kapitalanlageformen auch, fällt für die Tagesgeldanlage seit Anfang 2009 die so genannte Abgeltungssteuer in Höhe von pauschalen 25 Prozent an. Sie ersetzt die zuvor gültige Kapitalertragsteuer, deren Satz pauschal bei 30 Prozent lag, und bei der die Zinserträge zusätzlich über die Jahressteuererklärung nach dem persönlichen Steuersatz versteuert werden mussten. Damit war es bei der Kapitalertragsteuer immer möglich, dass der Anleger Nachzahlungen an sein Finanzamt leisten musste beziehungsweise Erstattungen bekam. Diesen erhöhten bürokratischen Aufwand wollte man mit Einführung der neuen Abgeltungssteuer vermeiden.

Wie der Name bereits andeutet, sind mit der Zahlung der pauschalen 25 Prozent bei der Abgeltungssteuer alle Pflichten des Kapitalanlegers abgegolten. Lediglich der Solidaritätszuschlag und die eventuell anfallende Kirchensteuer kommen noch hinzu. Der Anleger kann mithilfe der Abgeltungssteuer also viel besser im Voraus kalkulieren. Es gibt jedoch Ausnahmefälle, zum Beispiel für Anleger, die weniger Steuern zahlen müssten, als es durch die Abgeltungssteuer von ihnen gefordert wird. Diese Anleger zahlen zunächst trotzdem die 25 Prozent der Abgeltungssteuer, können jedoch im Rahmen ihrer Steuererklärung die zu viel gezahlten Beträge von ihrem Finanzamt zurückfordern.

Soviel zu den grundsätzlichen steuerlichen Aspekten bei der Tagesgeldanlage. Was für Anleger jeder noch viel wichtiger ist: Wie kann ich effektiv bei einer Tagesgeldanlage Steuern sparen? Dieser Frage wollen wir im Folgenden einmal auf den Grund gehen.

Für Kapitalanleger mit einem sehr geringen Einkommen besteht zunächst die Möglichkeit, sich eine so genannte Nichtveranlagungsbescheinigung ausstellen zu lassen. Zuständig ist dafür das betreffende Finanzamt, wobei der Anleger die Bescheinigung anschließend seinem kontoführenden Kreditinstitut vorlegen muss. Als Folge davon wird die Bank keine Steuern mehr von den erwirtschafteten Zinsgewinnen an das Finanzamt abführen, die Höhe der Zinsgewinne spielt hier zunächst keine Rolle. Für wen macht eine solche Nichtveranlagungsbescheinigung nun Sinn? Insbesondere Geringverdiener, Rentner, Studenten und Hausfrauen können von dieser Regelung profitieren. Dabei gilt die Nichtveranlagungsbescheinigung immer für einen Zeitraum von drei Jahren und muss dann erneut beantragt werden.

Weiterhin steht jedem Kapitalanleger die Möglichkeit zu, einen Freistellungsauftrag für die Zinserträge aus der Tagesgeldanlage zu stellen. Dabei sind jedoch die Höchstgrenzen zu beachten, die sich beliebig auf die eigenen Konten und Kapitalanlagen verteilen lassen. Bei Verheirateten beträgt die Höchstgrenze momentan 1.602 Euro, bei Singles halbiert sich dieser Betrag auf 801 Euro. Damit Sie das Optimale aus Ihrem Freistellungsauftrag herausholen, sollen Sie also zunächst genau errechnen, wie viel Rendite die Anlage abwirft, und dann die Höhe des Freistellungsauftrags ganz genau auf diesen Betrag abstimmen. Den restlichen Anteil des Freistellungsauftrags bis zur Höchstgrenze können Sie dann für weitere Konten und Kapitalanlagen nutzen.

Weitere Informationen zum Thema Tagesgeld:
* die Wahl des richtigen Anbieters
* Kündigung beim Tagesgeld
* Referenzkonto
* sicherheitsrelevante Faktoren beim Tagesgeld
* Vergleich von Tagesgeld und Tagesanleihe

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