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Kapitalbildende Lebensversicherung als Geldanlage zur Altersvorsorge

Dass die gesetzliche Rente für viele Arbeitnehmer im Alter nicht ausreicht, um den Lebensstandard zu halten, ist eine Binsenweisheit.

Private Vorsorge ist aus diesem Grund unbedingt erforderlich. Vor diesem Hintergrund gehört die Kapitallebensversicherung zu den beliebtesten Vorsorgemodellen der Deutschen für die finanzielle Absicherung im Rentenalter. Doch die Aussichten auf eine hohe Rendite bei dieser Form der Altersvorsorge trübten sich in jüngster Vergangenheit zunehmend ein.

 

Die Struktur der Kapitallebensversicherung

AltersvorsorgeEine kapitalbildende Lebensversicherung erfüllt zwei Funktionen. Zum einen wird durch die regelmäßigen monatlichen Einzahlungen Kapital gebildet, das mit einem entsprechenden Prozentsatz verzinst wird.

Am Ende der Vertragslaufzeit wird die gesamte Summe, die sich aus eingezahlten Beiträgen, Verzinsung und Überschussbeteiligungen zusammensetzt, an den Versicherungsnehmer ausgezahlt. Zum anderen erfüllt die Kapitallebensversicherung eine Schutzfunktion.

Beim plötzlichen Tod des Inhabers der Police erhalten die Hinterbliebenen die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt. Diese Schutzfunktion wird auch als Risikolebensversicherung bezeichnet. Sie kann auch ohne kapitalbildende Maßnahmen abgeschlossen werden. Damit entfällt jedoch die Funktion als Vorsorgemodell.

 

Renditen für Kapitallebensversicherungen sinken

Beim Abschluss einer Kapitallebensversicherung garantiert der Anbieter dem Versicherungsnehmer einen bestimmten Zinssatz für die gesamte Dauer der Laufzeit auf die eingezahlten Beträge. Dieser Zinssatz ist Schwankungen unterworfen und kannte in den zurückliegenden Jahrzehnten nur eine Richtung: Nach unten. Während vor 20 Jahren noch ein Garantiezins von rund vier Prozent geboten wurde, liegt er heute bei nur noch 1,75 Prozent. Weitere Infos dazu sind zu finden unter finanzprofile.net.

Der Grund für den Sinkflug der Renditen ist schnell gefunden: Die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank macht es den Anbietern von Lebensversicherungen immer schwerer, am Kapitalmarkt die erforderlichen Erträge zu erwirtschaften. Lebensversicherer müssen die Renditen zum überwiegenden Teil mit festverzinslichen Wertpapieren generieren. Riskante Spekulationen mit den Kundengeldern am Aktien-, Rohstoff- oder Devisenmarkt sind ihnen untersagt. Jüngste Aktivitäten in der Versicherungsbranche haben mittelfristig eine komplette Abschaffung des Garantiezinses zum Ziel.

 

Fondsgebundene Lebensversicherungen: Höheres Risiko – höhere Renditechancen

Mit einer garantierten Verzinsung von nur noch 1,75 Prozent über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten werden die Erträge aus der Kapitallebensversicherung von der Inflationsrate nahezu aufgezehrt. Aussichten auf eine höhere Rendite bestehen beim Abschluss einer fondsgebundenen Lebensversicherung. Die Versicherungsprämien werden bei dieser Form zu einem großen Teil in Aktien- oder Anleihefonds angelegt.

In Abhängigkeit von der Kursentwicklung an den internationalen Finanzmärkten können die Renditen bei fondsgebundenen Lebensversicherungen höher ausfallen. Allerdings besteht bei sinkenden Kursen die Gefahr einer deutlichen Schmälerung des Gewinns und damit ein Absinken der Rendite für die Lebensversicherung.

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