Die richtige Wahl bei Ihrem Investment

Gold

Gold als Anlage

Einführung

Gold war schon vor Jahrtausenden, bedingt doch seine Seltenheit, ein Symbol für Reichtum und Macht und ist seit dem 6. Jahrhundert v.Chr. als Zahlungsmittel bekannt. Noch heute gelten Barrengold bzw. Goldmünzen als internationales Zahlungsmittel. Aus diesem Grund werden rund 3% der Goldproduktion weltweit in größeren Zentralbanken als Währungsreserve eingelagert um beim Auftreten einer Krisenzeit, wie z.B. einer Wirtschaftskrise die Währungen stabil zu halten.
Gold dient bedingt durch seinen intrinsischen Wert, der durch das seltene Vorkommen und die zur Förderung notwendige aufgebrachte Arbeitsleistung bestimmt. Dieses führt dazu, dass Gold als Anlage im Vergleich zu anderen Papiergeldanlagen kein Ausfallrisiko trägt und daher für den Anleger als sicherer Wertanlage anzusehen ist. Da der jeweils aktuelle Goldpreis auf dem offene Markt in London bedingt durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird, unterliegt dieser auch zum Teil enormen Schwankungen beim Preis je Feinunze Gold. Dieses kann auch zu einer kurzfristigen Verringerung des Anlagewertes führen, dennoch wird Gold besonders bei einer langfristigen Anlage als sichere Anlageform angesehen.
Für den privaten Anleger besteht bei einer Wertanlage in Gold die Möglichkeit das Gold in physikalischer Form durch Goldbarren oder Goldmünzen oder in Papierform durch Goldzertifikate, in Goldfonds oder als Gold-ETF anzulegen.

Risiken bei der Goldanlage

Auch wenn das Ausfallsrisiko bei einer Goldanlage ausgeschlossen ist, so ist diese Anlageform dennoch nicht vollkommen risikofrei und zählt somit nicht zu den mündelsicheren Anlageformen, bei denen ein Verlust des Wertes praktisch ausgeschlossen ist. Grund für das Risiko des Wertverlustes ist der Preis je Feinunze (oz) Gold, der sich ständige nach Angebot und Nachfrage richtet. Der aktuelle internationale Goldpreis wird seit 1916 auf dem London Bullet Marke ermittelt und unterliegt zum Teilen enormen Schwankungen. Zusätzlich wird der Goldpreis in US-Dollar berechnet. Dieses führt dazu, dass sich besonders bei eine Anlage mit Gold in physischer Form zusätzlich zum reinen Goldpreis noch der jeweils geltende Wechselkurs auf den Wert der Anlage niederschlagen.
Das Risiko des Wertverlustes bei einer Goldanlage in Form von physischem Gold ist, bedingt durch die zusätzliche Abhängigkeit vom Börsenwert des US-Dollars höher als bei einer Goldanlage in Papierform. Bei dieser ist lediglich der geltende Weltmarktpreis für die Feinunze Gold ausschlaggebend, welches das Risiko eines Wertverlustes reduziert.
Auch wenn der Goldpreis, ebenso wie der Dollar-Kurs täglich neu ermittelt werden und somit der Verlust ebenso, wie der Gewinn sofort sichtbar sind, dauert es in der Regel länger den Anlagewert nach einem Wertverlust wieder zu stiegen. Bei einer kurzfristigen Goldanlage ist das Risiko demnach höher als bei einer langfristigen Anlagezeit.

Renditechancen

Unter einer Rendite wird das Verhältnis eines Anlagewertes zwischen dem Wert bei Beginn Kapital- der Geldanlage und dem Wert bei der Beendigung bezeichnet. Bei einigen Anlageformen wird diese Rendite durch einen festen Zinssatz per Jahr beschrieben.

Anders jedoch sieht es bei einer Anlage in Gold aus. Hierbei handelt es sich um keine der in § 1807 BGB genannten mündelsicheren Anlageformen. Die Rendite, die im Fall einer Goldanlage auch als Gewinn bezeichnet werden kann, ist also ausschließlich abhängig von dem bei Beginn und bei Ende der Anlage geltenden Goldpreis.
Die Chancen auf eine möglichst hohe Rendite sind von mehreren Faktoren abhängig. So ist neben dem reinen Goldpreis auch die Art der Anlage (physisches Gold oder Papiergold) aber auch die Dauer der Anlage ausschlaggebend.
Bei einer physikalischen Anlageform ist eine Wertsteigerung in erster Linie vom Preis des Goldes und des aktuellen Wechselkurses des US-Dollars abhängig. Die Renditechancen können bei günstigen Voraussetzungen beim Papiergold bei Goldfonds zum Beispiel nach 5 Jahren eine positive Wertentwicklung von bis zu 30 % p.a erreicht werden.

Gold als Altersvorsorge?

Besonders im Bereich der Altersvorsoge wird oft von einer Wertanlage in Gold gesprochen. Da eine Anlage in Gold nicht mit einer entsprechenden Rendite und somit einem kontinuierlichen Wertzuwachs verbunden ist, sollte dieses vor Beginn der Goldanlage bedacht werden.
Auch die Form der Anlage ist nicht unerheblich bei der Altersvorsorge durch Gold.

Bei einer physikalischen Goldanlage durch Goldmünzen oder Goldbarren sind sowohl beim Ankauf, als auch beim späteren Verkauf neben den Veränderungen im Goldpreis auch die Veränderungen bei der Wertstellung des US-Dollars zu berücksichtigen. Dieses kann unter Umständen beim Verkauf des Goldes zu einer Verringerung der Rendite führen.

Wird die Anlage durch eine Anlage in z.B. Goldfonds oder Goldzertifikaten getätigt, so ist hier zwar auch die zu erwartende Rendite abhängig vom Weltmarktpreis des Goldes, jedoch sind hier bei, einem Verkauf der Fondanteile, lediglich dieser für die Gewinnspanne ausschlaggebend. Wird eine Goldanlage in Form einer Wertpapieranlage in Betracht gezogen, so stehen in Deutschland sieben zugelassenen Fonds zur Auswahl, die sich in der Verteilung der Chancen und Risiken innerhalb der Chance-Risiko-Klasse auf gleicher Höhe bewegen. Bei einer Altersvorsorge in Papiergold sollten auf jeden Fall mehrere Anbieter und Möglichkeiten in Bezug auf deren Struktur und Investmentplanung hin verglichen werden.

Im Hinblick auf die nicht garantierte Wertentwicklung und eine damit verbundene Wertsteigerung, sollte Gold als Altersvorsorge nur auf einen Teil des Vermögens durchgeführt werden und ergänzend dazu eine andere mündelsichere Anlageform getätigt werden. Zudem sollten der Goldpreis und ggf. auch der Kurs des US-Dollars bei der Investition berücksichtigt werden.

Gebühren beim Goldhandel

Bei Gold als Anlage fallen je nach Anlageform unterschiedliche Gebühren an. Die Höhe und die Art der jeweiligen Gebühren sind abhängig von der gewählten Anlageform, und zum Teil von dem zum Zeitpunkt der Investition gültigen Weltmarktpreis des Goldes.

Wird die Goldanlage als Papierform getätigt, so stehen dem Anleger sowohl Goldfonds, Goldzertifikate als auch Anlage als ETC-Gold oder ETF-Gold zur Auswahl. Beim jeweiligen Anbieter werden dann sogenannte Anteile erworben, deren Anzahl von der gewünschten Investitionssumme und dem aktuellen Goldpreis abhängig ist. Zusätzlich können noch Management- oder Verwaltungsgebühren anfallen, welche mit der regelmäßigen Wertstellungsbenachrichtigung mitgeteilt und verrechnet werden. Da es sich bei der Wertstellung um ein steuerpflichtiges Einkommen handelt, ist unter Umständen ein Freistellungsaufrag auszustellen.

Bei der physikalischen Goldanlage durch den Erwerb von Goldmünzen oder Goldbarren entstehen zu erst, wie auch bei der Wertpapieranlage, kosten für die Investition in geplanter Höhe.
Beim physikalischen Gold kann der Anleger zwischen Goldmünzen in Form von Bullion- oder Sammlermünzen und Goldbarren mit unterschiedlichen Gewichten von 1 g bis zu 1 Kg, aber auch 1 oz (28,349 g) wählen. Auch hier richten sich die Preise für den Ankauf nach dem aktuellen Goldwert. Möglichkeiten für den Goldankauf sind hier unter anderem spezialisierte Onlineportale und Banken. Wird das Gold bei der Bank gelagert, so fallen hier Lagerungskosten an, welche sich je nach Bank unterscheiden. Bei der Goldlagerung im heimischen Tresor sind keine weiteren Gebühren fällig.

Entsteht eine Goldblase?

Eine Blase entsteht immer dann, ein Raum solange mit etwas gefüllt wird, bis dieser Platz und den gesamten Inhalt verliert. Beispiele hierfür sind z.B. die Seifenblase oder der Luftballon. In Bezug auf den, seit 2001 ständig steigenden Goldpreis, kann die Blasenwand durch die Wirtschaft gebildet.
Bedingt durch die 2007 eingetretene Finanzkrise stieg zudem die Nachfrage nach der krisensicheren Anlageform in Gold enorm an. Folge ist eine Wertsteigerung von rund 800 US-Dollar je Feinunze Gold auf rund 1.400 US-Dollar allein in den Jahren 2207-2010. Auch in den ersten Monaten des Jahres 2011 ist der Goldpreis weiter angestiegen und erlebte im April sein bisheriges Jahreshoch von rund 1.560 US-Dollar.

Die Attraktivität an Gold als sichere Anlageform hat sich in den letzten Jahren trotz einer Verbesserung der Wirtschaftslage nicht ab, nicht zuletzt bedingt dadurch, dass die Wirtschaft den hohen Goldpreis trotz leichter Schwankungen als stabil und zuverlässig bezeichnet. Einige Experten jedoch sehen hier die große Gefahr, denn der enorm hohe Goldpreis könnte zu einer Verschlechterung der Finanzlage der Staaten führen, welche als Gegenzug die Goldreserven in den Goldmarkt zurückführen, welches zu einem rapiden Sturz des Goldpreises und somit zum Wertverlust für den Anleger führen würde, der im schlimmsten Fall zu einem totalen Verlust aufseiten des Anlegers führen kann. Die Goldblase würde platzten. Andere Experten sehen diese Gefahr nicht auf die privaten Anleger zukommen, dennoch vermuten auch diese, dass der Anstieg des Goldpreises seine Spitze erreicht hat und ein Fall des Preises nicht ausgeschlossen ist.
Zukunftsaussichten

Auch in der Zukunft wird Gold als Anlage für private Anleger attraktiv bleibe. Dies liegt sicher auch in dem symbolischen Wert des Goldes, der unabhängig vom finanziellen Aspekt her ungebrochen ist. Dennoch gilt zu bedenken, dass der Goldpreis enormen Kursschwankungen unterliegt und sein gegenwärtiger Wert sich nicht dauerhaft halten kann, welches unter anderem eine Folge der sinkenden Nachfrage und dem damit wieder steigenden Angebot ist. Der daraus resultierende wieder günstiger werdende Goldpreis führt zwar zunächst einen Wertverlust der Goldanlage mit sich, dieser wird jedoch im Laufe der Zeit auch wieder steigen. Eine genaue Prognose über die Höhe und die Geschwindigkeit des Fallens bzw. Steigens des Goldpreises lässt hingegen kaum abgeben. Eine Investition in Gold sollte daher zum derzeitigen Zeitpunkt mit viel Fingerspitzengefühl und wohl dosiert getätigt werden.

Fazit

Gold als Anlage gilt trotz aller Bedenken seit jeher zu den sichersten Wertsicherungsformen, unabhängig ob es sich bei einer Goldanlage um Wertpapiere, Goldmünzen oder Goldbarren handelt.
Für eine kurzweilige Anlage ist Gold jedoch nur bedingt geeignet, da sich ein Werteverlust in der Regel nur sehr langsam erholt. Als langfristige Anlage jedoch kann Gold zu einer sehr hohen Rendite durch eine kontinuierliche Wertsteigerung führen.

Dennoch sollte eine Goldanlage nie als einzige Anlageform in Betracht gezogen werden und besonders die Erstinvestition in Hinblick auf den aktuellen Weltgoldpreis getätigt werden. Zusätzlich ist es ratsam den Kurswert des Goldes bzw. den Kurswert des entsprechenden Wertpapieres kontinuierlich zu beobachten, um einen zu großen Werteverlust der Anlage frühzeitig zu erkennen und dementsprechend handeln zu können.

Powered by WordPress | Designed by Elegant Themes