Die richtige Wahl bei Ihrem Investment

Wasserkraft

Wasser ist das mit Abstand am häufigsten vorkommende Elemente auf der ganzen Erde. Über zwei Drittel der gesamten Erdoberfläche besteht aus Wasser in Form von Meeren, Seen und Flüssen. Schon in der Antike haben die Menschen erkannt, dass sich die Kraft des Wassers dazu nutzen lässt, Dinge zu bewegen und damit auch Energie zu erzeugen. Nicht umsonst zählen Wasserräder zu den ältesten, von Menschen geschaffenen Hilfsmitteln z. B. zum Antreiben von Werkzeugen etc..

In Deutschland wird die Wasserkraft bereits seit vielen Jahrzehnten intensiv genutzt, lange bevor der Trend zur Investition in erneuerbare Energien eingesetzt hat. Inzwischen gibt es rund 700 Wasserkraftwerke, die über ganz Deutschland verteilt sind und mittlerweile fast 10 Prozent des erforderlichen Strombedarfs liefern.

Dabei haben sich in der Vergangenheit mehrere verschiedene Bauformen für Wasserkraftwerke etabliert, die jeweils in Abhängigkeit von gegebenen Bedingungen eingesetzt werden. Die einzelnen Bauformen möchten wir Ihnen hier etwas näher vorstellen:

Laufwasserkraftwerke

Die so genannten Laufwasserkraftwerke sind – im Gegensatz zu fast allen anderen Wasserkraftwerken - sehr einfach zu realisieren und daher recht günstig zu bauen. Allerdings können sie nur dort eingesetzt werden, wo sich Wasser in einem ständigen Fließprozess befindet. Also beispielsweise an Flüssen, Kanälen und so weiter. Kern einer solchen Anlage ist ein Wasserrad, welches ständig durch das fließende Wasser angetrieben wird. Über dieses Wasserrad kann die Drehbewegung dann auf einen elektrischen Generator übertragen werden, der den Strom produziert. Dieser kann anschließend direkt ins Netz eingespeist oder auch gespeichert werden.

Gezeitenkraftwerke

Ein Gezeitenkraftwerk unterscheidet sich in seiner grundsätzlichen Funktionsweise kaum von einem Laufwasserkraftwerk. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass hierbei nicht ein ständig fließendes Wasser genutzt wird, sondern die Gezeiten der Meere, also Ebbe und Flut. Dazu besitzt das Gezeitenkraftwerk eine oder mehrere Turbinen, die jeweils bei Ebbe und bei Flut mit Wasser durchspült werden. Jede Turbine wird also zweimal durchspült – bei Ebbe in die eine Richtung, bei Flut in die andere Richtung. Immer wenn die Turbine also mit Wasser durchspült wird, gerät sie in eine Drehbewegung und kann damit Strom erzeugen. Im Gegensatz zu einem Laufwasserkraftwerk geschieht dies aber nicht ständig, sondern immer nur bei Einsetzen der Ebbe oder Flut.

Speicherkraftwerke

Speicherkraftwerke kennt sicherlich jeder von uns. Man findet sie meist an Stauseen. Das Prinzip ist recht einfach zu verstehen: Wasser wird durch eine Staumauer angestaut und in regelmäßigen Abständen durch Abläufe in ein tiefer liegendes Gebiet geleitet. In diesen Abläufen liegen große Turbinenräder, die durch das herabstürzende Wasser angetrieben werden. Durch nachrückendes Flusswasser oder auch Regenwasser füllt sich der Stausee jeweils von selbst wieder auf, so dass immer wieder Wasser abgelassen werden und damit Strom produziert werden kann.

Pumpspeicherkraftwerke

Bei Pumpspeicherkraftwerken handelt es sich um eine besondere Bauform des zuvor beschriebenen Speicherkraftwerks. Es unterscheidet sich ausschließlich sich dadurch von diesem, dass es nicht nur einen Abfluss von oben nach unten besitzt, sondern auch eine Leitung, die von unten nach oben führt. Mit günstigem Nachtstrom werden Pumpen angetrieben, die das zuvor abgelassene Wasser wieder nach oben in das Staubecken pumpen. Tagsüber kann das Wasser dann wiederum abfließen und durch die Turbinen Strom erzeugen. Sinn macht ein solches Pumpspeicherkraftwerk, wenn sich der Stausee nicht oder nur in einem ungenügenden Maß selbst durch Fluss- oder Regenwasser auffüllt.

Es gibt darüber hinaus noch weitere Kraftwerksformen in Deutschland, die aber lediglich einen ganz geringen Anteil ausmachen und hier nicht erwähnenswert sind. All diesen Kraftwerken ist gemein, dass ihr Bau zunächst sehr teuer ist und die Amortisationszeit daher in der Regel recht lange ausfällt. Trotzdem ist Wasserkraft die mittlerweile am meisten verbreitete ökologische Energieerzeugungsform in Deutschland und erfreut sich daher auch bei Investoren großer Beliebtheit. Dies liegt vor allem auch daran, dass Wasserkraft nicht – wie etwa Wind- oder Solarenergie – direkt vom Klima bzw. Wetter abhängig ist und der Investor daher nicht befürchten muss, besonders schlechte Renditen aufgrund eines wind- oder sonnenschwachen Jahres in Kauf nehmen zu müssen.

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